Kiefermäuler
Gnathostomata (=Überklasse)
Zittel, 1879
auch: Kiefertiere, Kiefermünder
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Allgemeines: Die Kiefermäuler sind die größte Gruppe der >Wirbeltiere. Zu ihnen gehören die >Fische, >Amphibien, >Reptilien, >Vögel und >Säugetiere. Der Name dieser Überklasse besagt, dass diese Tiere einen Skelettbogen (erster Kiemenbogen) haben, der aus zwei gegeneinander beweglichen Teilen (Ober- und Unterkiefer) besteht und insgesamt als Kiefer bezeichnet wird. Aus dem zweiten Kiemenbogen entstand der Zungenbeinbogen. Im Innenohr befinden sich drei Bogengänge. Diese Kiemenbögen stützen bei den >Kieferlosen die Kiemen und sind fest mit dem Schädel verbunden. Diese Entwicklung der Kiemenbögen ermöglichte, dass sich ein Mund bildete, der jederzeit geöffnet und geschlossen werden kann. Dieser Mund hat sich dann je nach Tierart weiterentwickelt, teilweise bildeten sich Zähne. Diese Ausbildung des Kieferskeletts ist ein äußerst wichtiger Schritt in der Evolution. Ohne diese Entwicklung gäbe es keine Pflanzenfresser und keine Raubtiere. Auch die unendlichen vielen Sonderausbildungen für die verschiedensten Ernährungsweisen (Vogelschnabel, Elefantenrüssel, die Barten der Wale) würde es heute nicht geben. |
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Systematik:
Die Überklasse der Kiefermäuler besteht aus zwei Reihen:
>Fische (Pisces) mit zwei Klassen
>Landwirbeltiere (Tetrapoda) mit vier Klassen
Siehe auch: >systematische Übersicht des Tierreichs
Quellen:
- Bertelsmann Lexikon-Institut (Hrsg.): Das moderne Tierlexikon, in 12 Bänden, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Gütersloh, 1979-1985
- Band 5: Herk-Kle, 324 Seiten, S. 293 (Kiefertiere), Buch-Nr. 06785 0
© Martina Klein, Okt. 2011
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