|
Langschnabeligel Zaglossus (=Gattung) |
||||||||||||||||||||||
![]() Bruijn-Langschnabeligel (Zaglossus bruijni) Im Rahmen der GNU Free Documentation License darf das Bild genutzt werden |
||||||||||||||||||||||
| auch: | Langschnabel-Ameisenigel | |||||||||||||||||||||
| Englisch: | Long-beaked echidnas | |||||||||||||||||||||
| Französisch: | Échidnés à long nez | |||||||||||||||||||||
|
Dänisch: Esperanto: Kroatisch: Niederländisch: Portugiesisch: Russisch: Ungarisch: |
De langnæbbede myrepindsvin Pseŭdeĥidno dugokljuni ješci Vachtegels Equidna-de-bico-longo Проехидна Hosszúcsőrű hangyászsünök neme |
|||||||||||||||||||||
| Gill, 1877 | ||||||||||||||||||||||
|
Hier erwähnte Tiere: Deutsch: Attenborough's Langschnabeligel, Barton-Langschnabeligel, Bubu-Langschnabeligel, Bruijn-Langschnabeligel; Wissenschaftlich: Zaglossus attenboroughi, Zaglossus bartoni, Zaglossus bartoni bartoni, Zaglossus bartoni clunius, Zaglossus bartoni diamondi, Zaglossus bartoni smeenki, Zaglossus bruijni, Zaglossus bubuensis, Zaglossus hacketti †, Zaglossus harrisoni †, Zaglossus owenii †, Zaglossus ramsayi †, Zaglossus robustus †; Englisch: Attenborough's Long-beaked Echidna, Barton's Long-beaked Echidna, Cyclops Long-beaked Echidna, Eastern Long-beaked Echidna, Long-beaked Spiny Anteater, Sir David's Long-beaked Echidna, Western Long-beaked Echidna; Französisch: Echidné à bec courbe
Dänisch: Bartons langnæbbede myrepindsvin, Cyclops langnæbbede myrepindsvin, Det langnæbbede myrepindsvin; Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara, Pseŭdeĥidno brunhara centro-novgvinea, Pseŭdeĥidno brunhara nord-novgvinea, Pseŭdeĥidno brunhara nordokcident-novgvinea, Pseŭdeĥidno brunhara okcident-novgvinea, Pseŭdeĥidno brunhara sudokcident-novgvinea, Pseŭdeĥidno brunhara sud-novgvinea, Pseŭdeĥidno mallonghara, Pseŭdeĥidno nigrohara, Pseŭdeĥidno nigrohara nordokcident-novgvinea, Pseŭdeĥidno nigrohara sudorient-novgvinea; Finnisch: Kärsänokkasiili; Italienisch: Echidna dal becco lungo occidentale; Niederländisch: Gewone vachtegel, Zwartharige vachtegel; Polnisch: Prakolczatka; Portugiesisch: Equidna-de-bico-longo, Zaglosso; Russisch: Проехидна; Ungarisch: Attenborough-hangyászsün, Hosszúcsőrű hangyászsün |
||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||
|
Allgemeines Verbreitung Feinde Lebensweise Ernährung Fortpflanzung Verwandtschaft Systematik Die Arten Status Quellen Übersicht: Arten Unterarten |
||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||
| Reich: | Animalia (Tiere) | |||||||||||||||||||||
| Unterreich: | Metazoa (Vielzeller) | |||||||||||||||||||||
| Abteilung: | Eumetazoa (Gewebetiere) | |||||||||||||||||||||
| Unterabteilung: | Bilateria | |||||||||||||||||||||
| Stammgruppe: | Deuterostomia (Neumünder) | |||||||||||||||||||||
| Stamm: | Chordata (Chordatiere) | |||||||||||||||||||||
| Unterstamm: | Vertebrata (Wirbeltiere) | |||||||||||||||||||||
| Überklasse: | Gnathostomata (Kiefermäuler) | |||||||||||||||||||||
| Reihe: | Tetrapoda (Landwirbeltiere) | |||||||||||||||||||||
| Klasse: | Mammalia (Säugetiere) | |||||||||||||||||||||
| Unterklasse: | Prototheria oder Protheria (Ursäuger) | |||||||||||||||||||||
| Ordnung: | Monotremata (Kloakentiere) | |||||||||||||||||||||
| Klasse: | Tachyglossidae (Ameisenigel) | |||||||||||||||||||||
| Gattung: | Zaglossus (Langschnabeligel) | |||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||
|
Allgemeines: Die Langschnabeligel erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 45 bis 79 cm, eine Standhöhe von etwa 40 cm und ein Gewicht von 5 bis 16 kg. Sie haben einen langen, nach unten gebogenen Schnabel, der etwa ein bis zwei Drittel der Kopf-Rumpf-Länge. An der Spitze des Schnabels befindet sich das winzige Maul. An der Basis des Schnabels liegen die kleinen, eng zusammen liegenden Augen. Die Ohrmuscheln sind klein aber deutlich erkennbar. Die Stacheln sind kurz und stumpf und stehen weiter auseinander als bei den >Kurzschnabeligeln und sind auch spärlicher vorhanden. Das Fell ist dick und rau, die Farbe reicht von braun bis schwarz. Die Stacheln auf der Körperoberseite sind fast komplett durch das Fell überdeckt, nur an den Seiten sind die Stacheln deutlich sichtbar. Der Schwanz ist verkümmert. Die Gliedmaßen sind verhältnismäßig lang. Die Anzahl der Krallen an den Füßen variiert von Art zu Art, obwohl jeder Fuß 5 Zehen aufweist. Die Langschnabeligel haben am gesamten Körper Schweißdrüsen, die offensichtlich für die Regulierung der Körpertemperatur wichtig sind. Der Geruchssinn der Langschnabeligel ist hervorragend entwickelt und dient als Hauptsinn zum Aufstöbern ihrer Beute. Nicht nur die Männchen besitzen den Sporn am Hinterfuß, sondern auch die jugendlichen Weibchen. Man nimmt an, dass diese diesen Sporn aber noch verlieren, bevor sie erwachsen sind. Die lange wurmförmige Zunge hat auf der Oberseite im vorderen Drittel eine Längsvertiefung mit Lippen, die dicht anliegen. in diesen Lippen befinden sich drei Reihen Hornzähne, die nach hinten gerichtet sind. Am hinteren Ende der Mundhöhle befinden sich auf der Zungenoberseite Zähne, die gegen die vorderen Hornzähne arbeiten. Langschnabeligel können in Gefangenschaft bis zu 31 Jahre alt werden. |
||||||||||||||||||||||
| Verbreitung: Die Heimat der heute noch lebenden Langschnabeligel ist Neuguinea. Als Lebensraum dienen die dunklen trockenen Bergwälder - bis in 4000 m Höhe. |
||||||||||||||||||||||
| Feinde: Über die Feinde der Langschnabeligel ist leider nichts bekannt. |
||||||||||||||||||||||
| Lebensweise: Langschnabeligel sind nachtaktiv und leben als Einzelgänger. Den Tag verbringen die Tiere schlafend im Wald in Löchern unter Baumstämmen oder in Felsspalten. |
||||||||||||||||||||||
| Ernährung: Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Regenwürmern, die in Neuguinea in der lockeren Humusschicht zahlreich vorhanden sind. Diese Regenwürmer werden mit der langen Zunge aufgenommen, sie werden mit den Hornzähnen auf der Zungen regelrecht aufgespießt. Auch andere Wirbellose und Insekten stehen vereinzelt auf dem Speiseplan. |
||||||||||||||||||||||
|
Fortpflanzung: Über die Fortpflanzung ist sehr wenig bekannt. Es ist nicht bekannt, ob das einzige Ei in einem Brutbeutel oder in einer selbst gegrabenen Höhle ausgebrütet wird. Auf jeden Fall wird das Junge nachdem es geschlüpft ist im Beutel umher getragen und dort gesäugt. |
||||||||||||||||||||||
| Verwandtschaft: Zur selben Familie der >Ameisenigel gehört auch die Gattung der >Kurzschnabeligel (Tachyglossus) mit zwei heute noch lebenden Arten. |
||||||||||||||||||||||
| Systematik: Die Gattung der Langschnabeligel besteht aus vier heute noch lebenden Arten: 1. Bruijn-Langschnabeligel (Zaglossus bruijni), 2. Barton-Langschnabeligel (Zaglossus bartoni) mit 4 Unterarten: 2.1. Zaglossus bartoni bartoni, 2.2. Zaglossus bartoni clunius, 2.3. Zaglossus bartoni smeenki und 2.4. Zaglossus bartoni diamondi, weiter 3. Bubu-Langschnabeligel (Zaglossus bubuensis) und 4. Attenborough's Langschnabeligel (Zaglossus attenboroughi), sowie 5 ausgestorbenen Arten: 1. Zaglossus hacketti †, 2. Zaglossus harrisoni †, 3. Zaglossus owenii †, 4. Zaglossus ramsayi † und 5 Zaglossus robustus †. |
||||||||||||||||||||||
|
Die Arten: Bruijn-Langschnabeligel (Zaglossus bruijni) Bild oben
(Peters & Doria, 1876) Allgemeines: Der Bruijn-Langschnabeligel erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 55 bis 78 cm. Er ist der größte und bekannteste Vertreter seiner Gattung. An den Füßen befinden sich 3 bis 4 Krallen. Verbreitung: Seine Heimat ist der Westen Neuguineas und die Salawati-Inseln. Unterarten: Es gibt 6 Unterarten: 1. Zaglossus bruijni bruijni; Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara nordokcident-novgvinea 2. Zaglossus bruijni good-fellowi, Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara okcident-novgvinea 3. Zaglossus bruijni nigroaculeatus; Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara sudokcident-novgvinea 4. Zaglossus bruijni gularis; Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara sud-novgvinea 5. Zaglossus bruijni villosissimus; Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara nord-novgvinea 6. Zaglossus bruijni pallidus; Esperanto: Pseŭdeĥidno brunhara centro-novgvinea
Barton-Langschnabeligel (Zaglossus bartoni)
Thomas, 1907 Allgemeines: Der Barton-Langschnabeligel erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 55 bis 60 cm und ein Gewicht von bis zu 10 kg. Er ist der kleinste Vertreter seiner Gattung. Die Stacheln sind durch schwarze Haare überdeckt. An den Füßen befinden sich jeweils 5 Krallen. Verbreitung: Seine Heimat ist der Nordosten und der Süden Neuguineas. Unterarten: Es gibt 4 Unterarten: 1. Zaglossus bartoni bartoni; Esperanto: Pseŭdeĥidno nigrohara sudorient-novgvinea 2. Zaglossus bartoni clunius; Esperanto: Pseŭdeĥidno nigrohara nordokcident-novgvinea 3. Zaglossus bartoni smeenki und
Bubu-Langschnabeligel (Zaglossus bubuensis) Allgemeines: Der Bubu-Langschnabeligel erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 65 cm. An den Füßen befinden sich 5 Krallen. Verbreitung: Seine Heimat ist die Gegend um den Bubu-Fluss um Nordosten Neuguineas.
Attenborough's Langschnabeligel (Zaglossus attenboroughi)
Flannery & Groves, 1998 Status: Diese Art galt seit den 1960er Jahren ausgestorben. 2007 wurde aber wieder ein lebendes Exemplar entdeckt.
(Glauert, 1914) Allgemeines: Diese Art erreichte ein Gewicht von 30 kg. Verbreitung: Seine Heimat war Westaustralien. Status: Diese Art ist seit etwa 15.000 Jahren ausgestorben.
Scott & Lord, 1922 Status: Diese Art gilt aus ausgestorben.
Status: Diese Art gilt als ausgestorben.
Owen, 1884 Allgemeines: Diese Art erreichte eine Kopf-Rumpf-Länge von 75 cm. Verbreitung: Die Heimat dieser Art war der Süden Neuguineas und Südaustralien. Status: Diese Art ist seit etwa 50.000 Jahren ausgestorben.
Dun, 1895 Allgemeines: Diese Art erreichte eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 65 cm. Verbreitung: Seine Heimat war Tasmanien. Status: Diese Art gilt aus ausgestorben. |
||||||||||||||||||||||
| Status: Die Langschnabeligel gelten als stark gefährdet. Schuld daran sind die Waldrodungen, aber auch die Jagd auf die Langschnabeligel. Ihr Fleisch soll als Delikatesse gelten. |
||||||||||||||||||||||
| Quellen:
- Bertelsmann Lexikon-Institut (Hrsg.): Das moderne Tierlexikon in 12 Bänden, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Gütersloh, 1979-1985 - Band 1: A-Bis, 324 Seiten, Buch-Nr. 06781 9, S. 93, (Ameisenigel/Langschnabeligel) - Prof. Dr. Dr. h.e. Bernhard Grzimek (Hrsg.): Grzimeks Enzyklopädie Säugetiere in 11 Bänden, Kindler Verlag GmbH, München, 1988 - Band 1: 330 Seiten, Buch-Nr. 00147 9, S. 206-207 (Schnabeligel/Langschnabeligel) - Dr. Philip Whitfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere, 600 Seiten, Naturalis Verlag, 1992, ISBN 3-8247-8614-1, S. 12 (Langschnabeligel) - David MacDonald (Hrsg.): Enzyklopädie der Säugetiere, 930 Seiten, Könemann in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter, 2003, ISBN 3-89731-928-4, S. 865 (Langschnabeligel) - David Burnie (Hrsg.): Tiere - Die große Bild-Enzyklopädie, 624 Seiten, Dorling Kindersley Verlag GmbH, München, 2001, ISBN 3-8310-0202-9, S. 90 (Barton-Langschnabeligel) - Lebendige Wildnis in 17 Bänden, Verlag das Beste, Stuttgart, 1994 - Tiere der Flüsse und Bäche, 168 Seiten, ISBN, 3-87070-489-6, S. 121 (Langschnabeligel) - Jiri Felix: Tierwelt Australiens und der Antarktis, 320 Seiten, Artia Verlag, Prag, Buch-Nr.: 1 12 07 02 01, S. 208 (Barton-Langschnabeligel) |
||||||||||||||||||||||
| Übersicht der Arten und Unterarten der Langschnabeligel: | ||||||||||||||||||||||
| Arten:
Attenborough's Langschnabeligel (Zaglossus attenboroughi), Barton-Langschnabeligel (Zaglossus bartoni), Bruijn-Langschnabeligel (Zaglossus bruijni), Bubu-Langschnabeligel (Zaglossus bubuensis), Zaglossus hacketti †, Zaglossus harrisoni †, Zaglossus owenii †, Zaglossus ramsayi †, Zaglossus robustus † |
||||||||||||||||||||||
|
Unterarten:
Barton-Langschnabeligel: Zaglossus bartoni bartoni, Zaglossus bartoni clunius, Zaglossus bartoni diamondi, Zaglossus bartoni smeenki |
||||||||||||||||||||||
© Martina Klein, Aug. 2007
Bilder und Texte dürfen nur für den Privatgebrauch abgespeichert werden. Für Veröffentlichungen der Texte muss eine schriftliche Genehmigung vom Autor eingeholt werden. Für Veröffentlichung der Bilder bitte an die Institutionen wenden, die als Quelle oder Copyright angegeben sind.