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Tiere Animalia (=Reich) |
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| Englisch: | Animals |
| Französisch: | Animaux, Animal |
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Dyr Animaloj Eläinkunta Ζώa, Ζωικό Ainmhí Dýr Animali Životinje Dieren Dyr Zwierzęta Animal Животные Djur Animal Živočichové Hayvanlar |
| Linnaeus, 1758 | |
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Allgemeines Verbreitung Fortpflanzung Systematik Status Quellen Übersicht: Unterreiche |
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| Reich: | Animalia (Tiere) |
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Allgemeines: Die Naturwissenschaft von den Tieren ist die Zoologie. Vielzellige Tiere sind aus echten Zellorganellen aufgebaut. Stammesgeschichtlich können Tiere und Pflanzen auf gemeinsame einzellige Urformen zurückgeführt werden. Tiere sind Lebewesen, die sich von anderen tierischen oder pflanzlichen Organismen ernähren und Sauerstoff zur Atmung benötigen. Sie sind fast immer frei beweglich und mit Sinnensorganen und einem Nervensystem ausgestattet. Tiere haben eine eher kompakte Form mit inneren Körperhohlräumen, an denen der Sauerstoffaustausch überwiegend stattfindet. Das Wachstum der Tiere ist, im Gegensatz zu den Pflanzen, zeitlich begrenzt - d.h. sie sind nach einer gewissen Zeit "ausgewachsen". Das hängt damit zusammen, dass die teilungsfähigen, undifferenzierten Zellen (die u.a. auch für das Wachstum benötigt werden) nach einer gewissen Zeit größtenteils aufgebraucht sind. Die Größe der Tiere reicht von einzelligen Lebewesen bis zu Organismen, die mehrere Tonnen wiegen, wie der Blauwal. Die meisten Tierarten findet man unter den Insekten. Aber auch unter den Weichtieren und Fadenwürmern herrscht eine enorme Vielfalt. Die Artenvielfalt unter den Wirbeltieren ist dagegen relativ irrelevant. Für den Menschen haben Tiere in vielerlei Hinsicht eine große Bedeutung. Zum einen sind viele Tiere und ihre Produkte, wie Eier, Honig, Milch, eine wesentliche Grundlage der Ernährung des Menschen und zum anderen werden sie zur Herstellung von Kleidung (aus Leder, Felle, Wolle), Arzneimitteln (z.B. Schlangenseren) und vielen anderen Produkten verwendet. Nutztiere, die zur Ernährung des Menschen dienen, wurden schon früh als Haustiere gehalten und gezüchtet. Auch der Mensch gehört naturwissenschaftlich gesehen zu den Tieren. Höher entwickelte Tiere bedienen sich komplizierterer Verhaltensmuster und einer gewissen "Tiersprache". Neben dem Menschen sind sogar einige Tierarten zum abstrakten Denken fähig - zumindest in Ansätzen. Allerdings sind keine Tierarten bekannt, außer dem Menschen, die hoch entwickelte Kulturen hervorgebracht haben oder noch hervorbringen werden. |
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Verbreitung: Tiere sind in allen Lebensräumen auf und unter der Erde, in allen Arten von Gewässern, an den Polen (auf und unter dem ewigen Eis) und in der Luft beheimatet. |
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Fortpflanzung: Bei Tieren kommen sowohl die ungeschlechtliche als auch die geschlechtliche Fortpflanzung vor. Beide Formen können mit einem Generationswechsel verbunden sein. Die Fortpflanzungsorgane, die der Erzeugung der Keimzellen dienen, liegen meistens im Körperinneren. Viele wasserlebende Tiere geben ihre Eier und Spermien ins Wasser ab. Bei den landlebenden Tieren kommt es überwiegend zu einer inneren Befruchtung. Eine hoch entwickelte Brutpflege ist für Tierarten aus den verschiedensten Stämmen kennzeichnend. |
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Systematik: Das Reich der Tiere besteht aus zwei Unterreichen: 1. >Mesomycetozoa mit 4 Stämmen und 2. >Vielzeller (Metazoa), mit 32 Stämmen. Beide Unterreiche zusammen mit ca. 9-10 Mill. Arten. Allerdings ist diese Zahl geschätzt, weil viele Tiere noch nicht entdeckt oder beschrieben/erwähnt wurden. Es gibt mit Sicherheit viel mehr Tiere. Siehe auch: >systematische Übersicht des Tierreichs |
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Status: In den letzten Jahrzehnten sind leider verstärkt diverse Tierarten ausgestorben. Ursachen hierfür gibt es mehrere. Die Vernichtung von Lebensräumen ist allerdings die Hauptursache. Hiermit wird gemeint: die Abholzung oder Brandrodungen von Wäldern, vor allem der Regenwälder; Trockenlegung von Feuchtgebieten; Zerstörung von "Naturlandschaften", damit diese Flächen landwirtschaftlich genutzt werden können; oder Urbarmachung und Bebauung eben solcher "Naturlandschaften". Auch eine Ursache ist die wachsende Umweltbelastung, z.B. die Anreicherung von Giftstoffen innerhalb der Nahrungskette oder aber die Wirkung von Giften, wie z.B. PCB, die eine erbschädigende Wirkung haben. Eine ernsthafte Bedrohung für einheimische Tierarten sind (größtenteils vom Menschen) eingebürgerte fremde Arten. Viele Wildtierarten sind auch bedroht, weil der Mensch deren Produkten für sich nutzen will. Hierbei sei genannt die Häute und Felle von z.B. Krokodilen, Schlangen, gefleckte Katzenarten Robben und viele andere Arten, das Horn der Nashörner, das Elfenbein, Schildpatt der Schildkröten. Auch durch Eierraub wie z.B. bei den Adlern, Falken, Kranichen, Schildkröten u.a., sind auch viele Tierarten bedroht. Zur Gefährdung trägt auch der immer stärker ansteigende Tierhandel mit exotischen Tieren, wie Vögel und Reptilien. Die Nachfrage nach solchen Tieren hat leider immer noch eine ansteigende Tendenz. |
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Quellen:
- Animal Diversity Web (Englisch) - Brockhaus Universal Lexikon in 26 Bänden, F.A. Brockhaus GmbH, Leipzig, 2003, ISBN Gesamtwerk: 3-411-03036-4 - Band 23: Tall - Tyc, S. 7546-7548 (Tiere), ISBN Band 23: 3-411-03059-3 |
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| Übersicht der Unterreiche der Tiere: | |
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Unterreiche:
>Mesomycetozoa, >Vielzeller (Metazoa) |
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© Martina Klein, Okt. 2006
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