| Ursäuger Prototheria - manchmal auch Protheria (=Unterklasse) |
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| Englisch: | Prototheria |
| Französisch: | Protothériens |
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Ovonaskuloj Πρωτοθηρία Prototeri Prasisavci Prototheria Ssaki jajorodne Клоачные Prototerios Vejcorodí |
| Gill, 1872 | |
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Allgemeines Verbreitung Lebensweise Ernährung Fortpflanzung Verwandtschaft Systematik Quellen |
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| Reich: | Animalia (Tiere) |
| Unterreich: | Metazoa (Vielzeller) |
| Abteilung: | Eumetazoa (Gewebetiere) |
| Unterabteilung: | Bilateria |
| Stammgruppe: | Deuterostomia (Neumünder) |
| Stamm: | Chordata (Chordatiere) |
| Unterstamm: | Vertebrata (Wirbeltiere) |
| Überklasse: | Gnathostomata (Kiefermäuler) |
| Reihe: | Tetrapoda (Landwirbeltiere) |
| Klasse: | Mammalia (Säugetiere) |
| Unterklasse: | Prototheria oder Protheria (Ursäuger) |
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Allgemeines: Entstanden ist diese Unterklasse wohl in der Obertrias (vor 220 Millionen Jahren). Nachgewiesen ist sie aber erst aus dem Pleistozän (Eiszeit). Vor 220 Millionen Jahren gingen verschiedene Säuger aus den Reptilienahnen hervor, die sich kaum voneinander unterschieden. Diese Säuger-Urahnen waren kaum rattengroß. Ursäuger sind eierlegende, behaarte oder bestachelte Vierfüßer. Sie erreichen eine Gesamtlänge von rund 30-80 cm und eine Körperhöhe von 15-40 cm. Sie weisen im Schädel-, Schultergürtel- und Beckengürtelbau kriechtierartige Merkmale auf. Wie bei Vögeln münden Harnleiter, Geschlechtsdrüsen und Enddarm in einer Höhle, der Kloake, als Ausfuhrweg. Zähne fehlen ganz oder gehen früh verloren. Dafür umhüllen schnabelartige Hornscheiden die Kiefer. Beide Geschlechter tragen am Schambein funktionslose Beutelknochen. Die Körpertemperaturregelung ist noch unvollkommen. Der Schultergürtel ist eines der urtümlichsten Merkmale. Er setzt sich aus mehreren Skelettelementen zusammen und weicht somit stark vom Schultergürtel der übrigen Säugetiere ab, der bei denen einen vereinfachten Bauplan vorweist. Außer die Ursäuger sind nur noch bei Reptilien einige dieser Skelettelemente vorhanden. Diese Elemente sind die so genannten Rabenschnabelbeine und ein großes Zwischenschlüsselbein, dass eine T-Form vorweist. Aber auch Schulterblätter und Schlüsselbein sind vorhanden. Aber dieser ursprüngliche Bauplan führt dazu, dass die Vordergliedmaßen seitlich vom Körper abstehen. Das kommt daher, dass die Verbindung von Schulter und Brust fester und steifer ist, als bei den anderen Säugetieren. Der weibliche Geschlechtskanal hat noch keine eigentliche Gebärmutter. Die dotterreichen Eier sind mit einer Keratinschale versehen. Das Weibchen hat keine Zitzen, sondern zwei Bauchfelder mit milchspendenden Schlauchdrüsen (Mammarfelder), von denen die Jungen die Milch ablecken. Am Hinterfußgelenk befindet sich ein Sesambein, auf dem ein hohler Hornsporn sitzt. Während der Paarungszeit fließt beim Männchen durch diesen Sporn ein Gift, das in einer Schenkeldrüse erzeugt wird. Über die Lebenserwartung in freier Wildbahn ist leider nichts bekannt. In Gefangenschaft können Ursäuger mehrere Jahrzehnte alt werden. Der älteste in Gefangenschaft gehaltene Ursäuger wurde 50 Jahre alt. |
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| Verbreitung: Wo die Ursäuger ursprünglich herkommen ist nicht einwandfrei geklärt. sie können von Anfang an auf den australischen Raum beschränkt gewesen sein, sie können aber auch von Asien eingewandert sein. Denn vor vielen Millionen Jahren waren Australien, Tasmanien und Neuguinea noch mit dem Festland verbunden. Ein Fossil der ausgestorbenen Gattung >Monotrematum wurde allerdings in Patagonien, Argentinien gefunden. Es ist ca. 61 Millionen Jahre alt und weist darauf hin, dass die Ursäuger damals wohl etwas verbreiteter gewesen sein müssen. Als Lebensräume dienen gemäßigte tropische Regionen. An Land findet man die Ursäuger in Wüsten, sandige Ebenen, felsigen Gebiete und Tiefland- und Bergwälder. Die wasserlebenden Arten findet man in Seen, Teiche und Flüsse mit gemäßigter Strömung. |
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Lebensweise: Ursäuger sind in erster Linie Einzelgänger. Die Lebensweise ist von Art zu Art unterschiedlich, sogar die der Unterarten können sich sehr unterscheiden. Die Tiere können tag-, dämmerungs- oder nachtaktiv sein. >Ameisenigel sind reine Bodenbewohner, >Schnabeltiere leben hauptsächlich im Wasser. Alle Ursäuger sind außergewöhnliche Gräber, sich zum Schutz eingraben, u.a. auch, um ihren Feinden zu entgehen. Wenn die Nahrung im Winter knapp wird, können die >Schnabeltiere eine Art Winterschlaf einlegen. |
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| Ernährung: Die Nahrung der >Ameisenigel besteht aus Ameisen, Termiten und Würmern, die der >Schnabeltiere hauptsächlich aus einer Vielzahl von wirbellosen Tieren. |
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| Fortpflanzung: Über die Fortpflanzung der Ursäuger ist nicht allzu viel bekannt. Normalerweise leben sie als Einzelgänger und finden sich nur zur Fortpflanzung zu Paaren zusammen. Allerdings scheinen sie nicht monogam zu sein und das Männchen kümmert sich nicht mit um die Jungenaufzucht. Die Zeit der Fortpflanzung dauert ein bis drei Monate und fällt zwischen Juli und Oktober. Die Eier der Ursäuger sind sehr klein, sie haben einen Durchmesser von 13-15 mm und haben eine lederartige Schale. Gewöhnlich legt das Weibchen ein bis drei Eier. Die Eier werden ca. 10-12 Tage bebrütet, bis dann die Jungen schlüpfen. Diese werden mit etwa 16-20 Wochen entwöhnt. |
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Verwandtschaft: Zur selben Klasse der >Säugetiere gehören noch zwei weitere Unterklassen: 1. >Beutelsäuger (Metatheria) und 2. >Höhere Säugetiere (Eutheria). |
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Systematik: Zur Unterklasse der Ursäuger gehört nur eine Ordnung: >Kloakentiere (Monotremata) mit vier Familien und sechs heute noch lebenden und elf ausgestorbenen Arten. Siehe auch: >systematische Übersicht der Kloakentiere |
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| Quellen:
- Animal Diversity Web (Englisch) - Bertelsmann Lexikon-Institut (Hrsg.): Das moderne Tierlexikon in 12 Bänden, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Gütersloh, 1979-1985 - Band 9: Roh-Seeg, 324 Seiten, S. 124 (Säugetiere/Ursäuger), Buch-Nr. 06789 2 - Prof. Dr. Dr. h.e. Bernhard Grzimek (Hrsg.): Grzimeks Enzyklopädie Säugetiere in 11 Bänden, Kindler Verlag GmbH, München, 1988 - Band 1: 330 Seiten, S. 192-193 (Eierlegende Säugetiere), Buch-Nr. 00147 9 |
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| Übersicht der Ordnung und Familien der Ursäuger: | |
| Ordnung: | |
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Familien: >Ameisenigel (Tachyglossidae), >Schnabeltiere (Ornithorhynchidae), >Steropodontidae † und >Kollikodontidae † |
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© Martina Klein, Aug. 2006
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